Tierfotografin Ulrike Schanz über Technik
und Tiere
bei Fotoproduktionen
Ausbildung zum Fotografen
Um Tierfotograf zu werden benötigt man eine Ausbildung zum Fotografen und spezialisiert sich dann, oder man absolviert eine Fotoschule bzw. einen Studiengang an einer der zahlreichen Hochschulen.
Analoge und digitale Fotografie
Heutzutage ist analoge Fotografie
kaum noch gefragt.
Die
meisten Fotografen fotografieren mit digitalen
Spiegelreflexkameras, um
sofort die Ergebnisse betrachten
zu können und auch schnell
auf Kundenwünsche reagieren zu
können. Schnelligkeit
ist bei Außenaufnahmen gefragt, besonders bei Action-Fotos,
somit benötigt man eine Kamera mit Teleobjektiv und kurzer
Auslöseverzögerung, sonst ist das Hundemodel auf und
davon, bevor das erste Bild im Kasten ist.
Mobile Studioausrüstung des Tierfotografen
Hauskatzen bieten sich meist als beliebte Motive auf
malerischen Bauernhöfen an, während Rassekatzen
zumeist im Studio mit Blitzgeräten fotografiert werden, da die
Herrchen ihre oft hochprämierten Tiere nicht den Gefahren der
Straße aussetzen möchten. Somit gehört zur
Katzenfotografie am besten immer eine mobile
Studioausrüstung, einige farblich passende
Hintergründe und nette Accessoires,
um die felligen Schmusekatzen entsprechend zu drapieren. Generell ist
die Ausrüstung ein nicht zu vernachlässigender
Kostenpunkt, wenn man sich entscheidet, im
Tierbereich fotografisch tätig zu werden.
Fazit: Eine sehr gute Spiegelreflexkamera, Speichermedien,
eine Blitzanlage,
ein schneller Computer, Bildbearbeitungs und Bildverwaltungssoftware
sind die Voraussetzungen für einen gelungenen Start ins
Fotografenleben.
Der Tierfotograf ist immer auf Achse
Als Heimtierfotograf ist man viel unterwegs und arbeitet oft in den Wohnungen von Katzen- und Hundebesitzern. Auch Nagetiere und Vögel können nicht immer transportiert werden und fühlen sich in der heimischen Umgebung wohler und reagieren daher auch entspannter, wenn ein Fotograf bzw. eine Fotografin unvermittelt auftaucht, um Bilder der begehrten Tiere zu schießen.
Tiere zu verstehen ist wichtig
Die Voraussetzung, um Erfolg im Beruf zu haben ist in erster Linie ein guter Draht zu allen Tieren, viel Geduld und auch Kenntnisse über Verhalten und Eigenarten der Vierbeiner, damit das Shooting entspannt und artgerecht abläuft und auch Mensch und Tier Spaß daran haben. Kontaktfreudigkeit, die Fähigkeit auf Tiere und ihre Besitzer einzugehen, Flexibilität in bezug auf Wetter und auch Launen der Tiere sowie Erfindungsreichtum und die Fähigkeit auch in ungewöhnlichen Situationen ruhig zu reagieren, zeichnen einen guten Fotografen aus.
Tiermodelle sind im Freien oft natürlicher
Gutes Wetter , eine schöne grüne Wiese ohne störende Elemente im Hintergrund bieten sich als Außenlocation an und oft gelingen draußen natürlichere Fotos als im Fotostudio, da sich die tierischen Modelle nach Herzenslust austoben können und sich wohler fühlen.
Nach den Fotoshootings
Ein Großteil der Zeit nach den Fotoshootings verbringt der Tierfotograf mit dem Sichten der Bilder, mit der Bildbearbeitung und anschließend mit dem Verschlagworten und dem Einfügen in das eigene Archiv, damit die passenden Fotos auch jederzeit schnell gefunden werden und zur Verfügung stehen.
Der Weg des Tierfotografen zum Bildarchiv
Der Aufbau eines gutsortierten Bildarchivs kann sich über Jahre hinziehen, ganz besonders, wenn man auch seltenere Rassen und Farbschläge den Kunden anbieten möchte. Eine spezielle Archivierungssoftware hilft, die unzähligen Bilder in den Griff zu bekommen.